Salzburg und seine Wohnbauprojekte
Der Großteil der Neubauleistung in dem Bundesland erfolgt nach wie vor in und um die Landeshauptstadt. Das besagt ein aktuelles Studien-Update.

Alle Jahre wieder, kommt einem in den Sinn. Denn Exploreal erhob im Auftrag der WKÖ erneut die aktuellen Daten zu den in Salzburg in der Pipeline befindlichen Wohnbauprojekten. Insgesamt analysierte man für das Bundesland heuer 223 Projekte mit rund 4.500 Einheiten, die 2023 bis 2025 gebaut wurden bzw. werden. „Die Studie gibt eine gute Übersicht über den Markt neu errichteter Wohneinheiten und bietet alljährlich eine wertvolle Grundlage für die Strategie der heimischen Bauträgerbranche“, erklärte Roman Oberndorfer, Fachgruppenobmann der Salzburger Immobilien- und Vermögenstreuhänder, bei der Präsentation.
Laut der Studie errichten gewerbliche Bauträger mit 56 Prozent weiterhin mehr als die Hälfte der Neubauwohneinheiten. Es entstehen auch unverändert deutlich mehr Einheiten im gewerblichen Eigentum als in der freifinanzierten Miete. Der Anteil der gemeinnützigen Miete, der in Salzburg gegenüber der Vorjahresauswertung um vier Prozent stieg, liegt nun bei 25 Prozent. In der Stadt Salzburg ging der Anteil der gewerblichen Bauträger mit 52 Prozent gegenüber dem Vorjahr (62%) stark zurück.

Credit: WK Salzburg
„Die KIM-Verordnung und damit eine wesentliche Hürde für Jungfamilien, Eigentum zu erwerben und eigenes Vermögen langfristig aufzubauen, fiel auch aufgrund unseres intensiven Einsatzes der Branche endlich“, so Oberndorfer weiter. Auch die neue Salzburger Wohnbauförderung 2025 unterstütze gemäß dem Fachgruppenobmann jenen Teil der Bevölkerung, der sich Eigentum schaffen will, mit einem nicht rückzahlbaren Einmalzuschuss und neu zusätzlich mit einem Annuitätenzuschuss.
Um bei Rückgängen zu bleiben: Die Zahl der prognostizierten Fertigstellungen für das Bundesland liegt heuer bei rund 1.300 Wohneinheiten, was einem Minus im Vergleich zum Vorjahr von etwa 24 Prozent entspricht. Für 2026 geht die Studie davon aus, dass deutlich mehr als die aktuell publizierten Einheiten finalisiert werden und die Fertigstellungszahl gegenüber 2025 wieder steigt. In der Mozartstadt erwartet man für heuer die Finalisierung von 630 Wohneinheiten; mehr als im Vorjahr und 2023. Für 2026 ist bereits eine ähnlich hohe Fertigstellungszahl publiziert. Für die Jahre danach befinden sich aktuell hingegen noch sehr wenige konkret geplante Projekte in der Pipeline.
Seitwärtsbewegung bei Preisen
Der Großteil der Neubauleistung erfolgt in absoluten Zahlen nach wie vor in den Bezirken Salzburg-Umgebung und der Stadt Salzburg. Es folgt Sankt Johann im Pongau. Auch in der Vermarktung befinden sich aktuell mit Abstand die meisten Projekte in und rund um die Landeshauptstadt (18%). Der Preis für eine Bauträgerwohnung im Angebot liegt in Salzburg aktuell bei durchschnittlich circa 488.000 Euro. Er verringerte sich damit seit der letzten Auswertung um rund vier Prozent, bei etwas kleinerer durchschnittlicher Fläche. In der Stadt Salzburg betragen die Kosten für eine durchschnittliche Neubauwohnung rund 723.000 Euro.
Gegenüber dem Höhepunkt der Transaktionstätigkeit während der Pandemie brach der Markt Ende 2022 ein, um sich 2023 leicht zu erholen. Im Vorjahr zeigten die Transaktionen eine steigende Tendenz. Oberndorfer überraschen diese Zahlen keine Überraschung. „Dass es nach Rekordjahren zu einer Normalisierung im Niveau kommt, war absehbar. Der Markt gab aber deutlich mehr nach, bedingt auch durch externe Faktoren wie gestiegene Zinsen, Teuerung und eine überzogene KIM-Verordnung. Wer jetzt eine Immobilie sucht, kann aus einem vergleichbar breiten Angebot wählen und sollte das jetzt nutzen.“
„Die KIM-Verordnung und damit eine wesentliche Hürde für Jungfamilien, Eigentum zu erwerben und eigenes Vermögen langfristig aufzubauen, fiel auch aufgrund unseres intensiven Einsatzes der Branche endlich“, so Oberndorfer weiter. Auch die neue Salzburger Wohnbauförderung 2025 unterstütze gemäß dem Fachgruppenobmann jenen Teil der Bevölkerung, der sich Eigentum schaffen will, mit einem nicht rückzahlbaren Einmalzuschuss und neu zusätzlich mit einem Annuitätenzuschuss.